:. James MacBryans Tagebuch
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Der Tag, der Abend, die Nacht, der Morgen, die Arbeit, der Plan

Und wieder weiß ich nicht wo ich anfangen noch aufhören soll. Ich denke, ich versuche es chronologisch zu gestalten...

Alles fing an damit das ich mir vorgenommen habe um Katharina zu werben, romantisch zu sein und sie glücklich zu machen. Ich startete mit einem Frühstück was ich ihr vor die Zimmertür stellte und einen Zettel, als ich nach Hause kam fand ich zwei Stück Kuchen und einen Zettel von ihr. Ich musste sehr grinsen und fühlte mich wie ein kleiner Schuljunge, und genau da reifte der Plan für den restlichen Tag in mir. Ich hatte ein romantisches Lagerfeuer mit kleinem Dinner geplant, aber irgendwie fehlten mir dafür die Blumen. Da ich weder wußte was Katharinas Lieblingsblumen waren noch wo ich die herbekam, unternahm ich eine kleine Odysee. Falk erzählte mir das sie Mohn- und Sonnenblumen liebt und Götz half mir dabei, welche zu bekommen. Sogar Mathilda konnte ich überzeugen, in dem sie einen kleinen Korb für uns zurecht machte..

Nun, ich schrieb Katharina das sie sich warm anziehen möge. Und als ich sie abholte, blieb mir die Luft weg. Sie sah bezaubernd aus und ich weiß nicht, was ich am schönsten an ihr fand. Sie hat ein sanftes Wesen (jetzt nach dem Unfall und ich freue mich, dass sie doch anders sein kann als eine Kratzbürste) aber ihre Schönheit ist ebenfalls blendend. Und ich war einfach nur sprachlos. Sie ist so.. so.. ein wahrer Engel der vom Himmel stieg und nur da ist um mich anzulächeln. (Er schmachtete noch eine Weile bis er sich fing um weiterzuschreiben.)

Ich führte sie zum See, genauer gesagt an den Ort wo das Haus gebaut wird (übrigens.. ach nein, das kommt später, der Chronologie wegen) und sie war begeistert. Oh, so ein Funkeln in den Augen kann gar nicht lügen. Ich hatte ein kleines Lagerfeuer vorbereitet, daneben stand ein Tisch und als Sitzgelegenheit standen Baumstämme und sie war begeistert! (Ich hoffe, sie war es. Aye, dass muss sie gewesen sein. Oh? Aye, sie war es!) Nun.. ich legte ihr eine Decke um die Schultern damit sie nicht fror (gott, hoffentlich wird sie nicht krank!) und sie freute sich wahnsinnig über den Strauß roter Mohnblumen und was hab ich mich erst gefreut! Wir aßen ganz gemütlich und oha, sie hat ja doch Hunger und kann essen. Vorher zwang ich sie damit sie ein Stück Brot zu sich nimmt, nun spachtelt sie als hätte sie nie anderes getan und darüber bin ich sehr dankbar! Wir unterhielten uns über Kilts und wie konnte es anders sein, hat sie sich wieder über meine Strümpfe amüsiert. Nun, ich war das zumindest schon von der Hochzeitsnacht gewohnt, aber wir hatten unseren Spaß. Und da sie anmerkte das es unfair ist, dass ich ihre Anatomie kenne aber sie meinte nicht, zog ich mich aus. Das wäre mir bald zum Verhängnis geworden. Ich begehre Katharina sehr und als ich da so nackt stand hatte ich schwer zu kämpfen und sie wohl auch. Aber ich entschied mich dagegen.. es war nicht der richtige Zeitpunkt. Und ich glaube sie hatte eine Erinnerung und ich zog sie in meine Arme. Gott, ich stand da fast nackt! Wie gerne hätte... (hier schweifen seine Gedanken wieder ab und es dauert bis er sich fängt) Ich habe mich wieder angezogen und wir tanzten.. oder vielmehr schunkelten ein wenig zusammen. Es war sehr schön und gott, war das schön.

Irgendwann führte ich sie zurück zur Festung, da es spät wurde und wir stellten uns der Schlaffrage. Aye, sie hatte recht das es merkwürdig aussehen würde, wenn wir getrennt schlafen würden. Aber es war doch irgendwie, ich meine.. ich wollte ihr Zeit geben und hätte auch auf dem Fußboden geschlafen. Nun, wir haben meine Sachen zu ihr ins Zimmer geholt und sie hatte eine Mauer aus Kissen auf dem Bett gebaut. Es ist nun einmal so, dass ich nackt schlafe und ich war ein wenig peinlich berührt. Ich wollte mich ihr nicht aufdrängen, wirklich nicht. Aber wir haben es hinbekommen. Ihr Nachthemd war aber auch nicht sehr züchtig.. (er schweift erneut ab in Gedanken). Oh.. Sie schlief sehr schnell ein und ich beobachtete sie im Schlaf. Es dauerte nicht lange und sie robbte zu mir. Ich hätte die Kissen gerne weggenommen aber sie war schneller und lag darauf. Aye, es muss wohl unbequem gewesen sein. Ich zog sie in meine Arme und schlief dann auch bald. Wurde aber am morgen relativ schnell wieder wach. Ihr Anblick! Wenn ich zeichnen könnte, dann wüsste ich mein neues Motiv. Die Decke war weggelegt und ihr eh nicht sehr langes Nachthemd nach oben gerutscht. Dieser Hintern! (Er beißt sich auf die Lippe, nein, er schreibt jetzt weiter) Ich konnte es nicht lassen und habe sie auf die Schulter geküsst und sie muss sehr anregend geträumt haben. Sie hatte meinen Namen gestöhnt. Und das verursachte bei mir ein herrliches Kribbeln im Magen. Ich weckte sie da ich einfach nicht anders konnte. Und was soll ich sagen? Es war nicht geplant, aber wir hatten sehr zärtlichen und innigen Sex am Morgen und auch wenn mein Plan anders war.. Es hätte nicht besser laufen können. Ich sagte ihr, dass ich sie liebe. Ich wollte es ihr einfach nur sagen. Einfach nur, damit sie es weiß. Sie muss es nicht erwiedern, aber ich wollte das sie es weiß. Und ich meinte zu ihr, dass sie sich deswegen nicht quälen brauch. Ich werde auf sie warten, immer.

Leider musste ich dann irgendwann zur Arbeit und ich konnte mich nicht von ihr trennen. Auf Arbeit gab es auch etwas. Ein Großauftrag aus Westsolan und bei Bryne glitzerten die Dollarscheine in den Augen kurz auf. Ich freue mich das die Schreinerei gut läuft, doch ab jetzt arbeite ich nur noch halbtags da um am Rest des Tages das Haus zu bauen wovon ich schon so lange träume.. Heute habe ich den ersten Spatenstich gemacht und den Boden geglättet. Morgen wird das Fundament verlegt. Ich freue mich auf die Arbeit, ich habe schon bei vielen Häusern zugesehen, geholfen und mit geplant und es ist schön jetzt das eigene Haus bauen zu können. Ich denke, bei gutem Wetter und genügend Ausdauer, dann schaffe ich es bis Mitte Mai mit dem Einzug. Dann wird gewiß auch noch nicht alles perfekt sein, aber Hauptsache das Bett steht. Und wir können dort schlafen. Wenn ich mir vorstelle ich muss bis dahin in der Festung bleiben.. Nein, das will ich besser nicht.

Und ich habe einen Plan bezüglich Katharina und schon die eine oder andere Idee. Sie erinnert sich nicht mehr an unsere Spontanhochzeit und ich möchte eine richtige Hochzeit mit ihr machen. Jeder soll eingeladen sein und es soll ein schöner Tag für sie werden. Ich denke, ich weiß schon wann und wie ich sie fragen werde. Das wird noch dauern und ich hoffe, sie sagt Ja. Ich meine, wir sind schon verheiratet, sie könnte schlecht Nein sagen. Aber es hat doch etwas Symbolisches. Wie genau der Plan aussieht? Nein, liebes Tagebuch, das behalte ich erst noch für mich.

Es geht mir richtig gut. Ich bin zwar körperlich ein wenig Müde von der Arbeit, aber ich erfreue mich meines Lebens wie ich es schon sehr lange nicht mehr tat. Seit ich weiß, dass ich Katharina liebe ist das Leben um einiges schöner geworden. Ich möchte sie nicht mehr missen. Sie ist mein Sonnenschein und ich fürchte, dass ich ohne sie zerbrechen würde und mich selbst zerstöre. Es ist eine andere Art von Liebe wie Ellen. Ich glaube, diese ist noch tiefer, was ich nie für möglich hielt. Sie ist anders und soviel beschwingter. Ich fühle mich wie ein kleiner Schuljunge der aus dem Vorgarten der Nachbarin ein paar Blumen geklaut hat. Gott, ich liebe sie und ich hoffe, ich kann sie glücklich machen. Ich habe soviele schöne Ideen, soviele Dinge die ich ihr zeigen möchte, die ich ihr schenken mag und die ich für sie tun möchte. Ihr Unfall ist das größte Geschenk was uns gegeben werden konnte und ich bin so froh, dass sie da ist. Sie ist mein Engel und wenn sie lächelt und strahlt, dann hüpft mein Herz im hohen Bogen und dann weiß ich, dass ich lebe.

5.3.09 00:24
 
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