:. James MacBryans Tagebuch
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In Lethargie..

... habe ich die letzten Tage verbracht. Ich hing meinen unzähligen Gedanken nach und kann doch keinen einzigen von ihnen greifen.  Ich bin unfähig auch nur einen einzigen Schritt zu gehen und kann doch nicht hier verweilen…

Eines Morgens als ich wach wurde blinzelten mich gutgläubig ein paar große Augen an. Schnucki hat mich in den Bergen doch tatsächlich gefunden. Welch treue Freundin sie doch ist! Ich habe mich wirklich gefreut, sind die Tage mit ihr nicht mehr so einsam.

Im Grunde ist alles beim Alten. Schnucki ist bei mir und ich bin allein, fort von allem. Ich bin nicht weiter gereist, noch zurück gegangen. Katharina fehlt mir, sehr. Ich vermisse das Leuchten ihrer Augen wenn sie mich spitzbübisch ansieht, wenn sie sich die Haare rauft und wie sie sich des Nachts an mich schmiegt. Aye, ich habe mich an ihre Anwesenheit gewöhnt. Ich, der Einzelkämpfer der sich nie wieder binden wollte. Ich habe sie tatsächlich an mich herangelassen. Nicht so, wie ich wohl gesollt hätte. Aye, jetzt da ich fort bin, fehlt sie mir sehr und es schmerzt und betrübt mich gar zutiefst. Die Umstände unserer Ehe waren merkwürdig. In Begierde waren wir eins und haben uns doch sonst nur gestritten.  Ich bin mir heute noch nicht im klaren darüber wie wir auch schöne, sanfte Momente erleben konnten.

Der Winter ist kalt und das Feuer wärmt nur spärlich. Schnucki kann mich nicht aufheitern. In der Nähe habe ich einen Bach entdeckt der reich an Fischen ist. Ich will nicht weitergehen. Soll ich zurück? Vielleicht haben wir doch noch eine kleine Chance. Vielleicht ist es nicht vergebens. Vielleicht können wir es anders und ruhiger angehen. Vielleicht lernen wir uns kennen und vielleicht mögen wir uns doch mehr als Begierde uns geben kann. Ich muss aus meiner Lethargie aufwachen. Alles kann doch gar nicht so furchtbar gewesen sein. Oder doch? Nein, ich hoffe nicht. Ich vermisse Katharina, wirklich.

26.2.09 01:50
 
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