:. James MacBryans Tagebuch
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ratlos

Nach dem Ausflug an den See bin ich krankgeworden. Samstag nach der Arbeit fiel ich einfach ins Bett. Ich kann mich kaum noch erinnern wie ich da hinkam, als ich die Nacht dann wach wurde, hatte ich Fieber und fühlte mich einfach zum Wegwerfen. Mittlerweile geht es mir wieder gut. Katharina hat sich liebevoll um mich gekümmert und ich sehe ihre sorgenvolle Stirn jetzt noch vor mir. Wir hatten auch Zeit über das ein oder andere zu sprechen. Ich habe ihr meinen Stammbaum gezeigt und erklärt, und ihr erzählt das ich nicht freiwillig aus Schottland weg bin. Darauf kamen wir weil sie nach Maisie gefragt hat. Ich habe wohl im Schlaf den Namen meiner Schwester gemurmelt. Oh ja, ich vermisse sie und Denny, meinen Bruder, sehr. Ich hoffe es geht ihnen gut in Schottland. Benimmt sich Maisie's Mann ordentlich? Sorgt er für sie? Wie geht es meiner Nichte und meinem Neffen? Denken sie an ihren Onkel Jamie? Und mein kleiner Bruder, wie geht es ihm wohl? Erträgt er seine Frau, macht sie ihm das Leben nicht allzuschwer? Und Mutter.. ich hoffe sie kann lachen. Ich hoffe es sehr. Es schmerzt mich zu wissen das ich nie wieder nach Schottland, nach Hause kann. Dieser Ort hier ist sehr bezaubernd, er erinnert mich an die Heimat. Aber es ist eben nicht die Heimat. Ich bin in sonderbarer Stimmung gerade. Jetzt bin ich verheiratet und selbst wenn ich wöllte, ich könnte nicht einfach weg. Ich habe Verpflichtungen und muss ihnen nachkommen. Ob ich Katharina gerecht werden kann? Sie sieht nicht glücklich aus und ich frage mich ob sie es manchmal bereut mit einem Dickschädel wie mir verbunden zu sein. Sie hatte mich eine Frage gestellt und ich gab ihr eine ehrliche Antwort. Sie wollte wissen ob ich mit ihr oder mit Ellen schlafe, ob ich sie anseh, oder Ellen. Und ich bin ehrlich, wenigstens soviel hat sie verdient. Ich sagte ihr wahrheitsgetreu, dass ich in der ersten Nacht an Ellen dachte, ja. Ich streichelte ihr Haar, nicht das von Katharina. Wie unterschiedlich die Beiden sind, sogar im Aussehen. Ellen hatte lockiges, pechschwares Haar. Katharina ihres ist blond und erinnert mich an pures Gold. Ich weiß, die Antwort die ich ihr gab ist hart. Aber ich denke es war richtig, denn sie verdient die Wahrheit. Kurz darauf ging sie, vermutlich zum See um nachzudenken. Ich ließ sie gehen, auch wenn ich sie gerne aufgehalten hätte. Irgendwann machte ich mir doch Sorgen und wollte sie suchen, da kam sie schon. Sie kam zurück zu mir. Womit habe ich sie eigentlich verdient? Ich versuche nett zu ihr zu sein, soweit ich es kann, denn Lügen möchte ich nicht. Ich will freundlich und tolerant sein. Sie soll die Ehe nicht mit mir bereuen, aber ich fürchte das wichtigste kann ich ihr nicht geben. Ich lächle sie an und ich sehe sie gern. Ich halte sie in den Armen oder streichle sie, aber es ist nicht das Gefühl so wie es sein sollte. Ich versuche so nett und liebevoll zu ihr zu sein wie ich kann. Respekt, Toleranz und Freundschaft will ich ihr geben. Sie muss mich doch hassen. Sie hat sich an mich gebunden ohne auch nur eine Stunde darüber nachgedacht zu haben. Begierde ist es, was uns zusammenhält. Begierde und Sehnsucht nach dem Körper des anderen. Ohja, und über den Sex beschwere ich mich wirklich nicht. Weiß Gott.. er ist perfekt. Es ist dieses Verlangen nach ihr.. Verlangen danach sie zu spüren, sie zu streicheln und sie zu liebkosen. Gebe Gott das ich sie halten kann. Sie ist eine sehr gute Frau mit viel Potenzial. Gebe Gott, dass ich sie nicht verschrecke, dass ich ihr geben kann wonach sie verlangt. Ich will sie glücklich sehen. Aber Liebe ist etwas schwieriges für mich. Liebe, ich habe schon einmal eine Frau verloren. Ich hoffe, sie kann es mir verzeihen. Ich weiß nicht ob ich je wieder so lieben kann, wie einst. Gebe Gott, dass ich sie auch mit tiefer Freundschaft glücklich machen kann. Ich will ihr geben, was ich kann. Aber ich weiß nicht, ob ich zu Liebe, zur wahren und tiefen Liebe, je wieder fähig sein kann. Was bin ich nur für ein unfähiger Mann?
11.2.09 00:05


Katharina, Falk und Gregor sowie Schlafmangel

Es gibt irgendwie kaum noch einen Tag wo nichts passiert. Letzten Abend traf ich Katharina direkt vor der Taverne. Ich schalkte etwas mit ihr und ging hinein. Kurz darauf wurde ich von Gregor von Elbing umgerempelt, hrmpf! Das ich mich nicht wahnsinnig gefreute habe ihn zu sehen dürfte klar sein. Wir setzten uns alle vier zusammen und aßen zu Abend. Es wurde sich unterhalten und Falk entführte Katharina kurzzeitig, wo ich doch etwas verdattert hinter her sah. Sie sind sich schon arg vertraut miteinander und mittlerweile ist mir das klar. Doch zu dem Zeitpunkt spürte ich schon so etwas wie Eifersucht, da half mir auch kein „man gewöhnt sich dran.“  Dieser Falk ist aber dennoch ganz interessant. Er stellt die richtigen Fragen auch wenn ich ihm noch keine Antwort geben kann und will. Ich weiß auch nicht, wann ich Katharina von meiner Vergangenheit berichten soll. Manchmal wäre es mir das liebste es ihr überhaupt nicht zu erzählen. Aber ich bin jetzt ihr Mann, aye? Es wäre wohl meine Pflicht und es ist ihr Recht über ihren Mann Bescheid zu wissen. Ich hoffe nur, ich kann es noch ein wenig heraus zögern bis wir uns etwas näher sind. Falk und Gregor gingen alsbald wieder und ich bin recht froh drum. Ich kann mich einfach nicht für diesen Gregor erwärmen, ich weiß nicht woran es liegt. Wir hatten keinen guten Start. 


Katharina und ich unterhielten uns dann noch. Ich war etwas verägert. Ist Katharina auf eine Tote eifersüchtig? Nicht mehr und weniger als ich auf Falk. Jedenfalls suchte sie dann das Weite. Ich überlegte nicht lang, nahm mir wieder mein Plaid (Ich war ja irgendwie schon halb ausgezogen) und folgte ihr schließlich bis zum See. Was ich dort sah oder vielmehr hörte ließ mich sehr erstaunen. Sie sprach zu Ellen. Ich musste lächeln und es hat mich gerührt. Als sie fort ging, trat ich ebenfalls an das Ufer und sah hinauf. Ich glaubte Ellen wäre da und würde auch mir zuhören. Es war sehr befreiend und ich glaube ich kann abschließen. Danach setzte ich mich auf die Bank und blieb einfach nur sitzen. Katharina hatte wohl eine Runde gedreht und kam wieder. Ich wollte ja nicht das sie erfährt das ich ihr gelauscht habe, nach Lügen war mir aber auch nicht zumute. (Übrigens hat sie eine schöne Singstimme!) Ich nahm sie einfach in den Arm und blickte mit ihr über den See. Es war etwas kalt, dass geb ich zu (ich glaub das steckt mir immer noch in den Knochen, so gut fühl ich mich nicht).  Wir konnten auch mal wieder die Finger nicht von einander lassen und ich frage mich langsam ob wir das je können. Am Anfang dachte ich einfach wir beide sind ausgehungert da wir lange keinen Partner mehr im Bett hatten, aber zwischenzeitlich.. das muss an mehr liegen. Sie ist eine tolle Frau und hat einen großartigen Körper (oh….. ihr Hintern….!) . Wir schafften es irgendwann wieder in die Taverne und sogar ins Bett (uiuiui..) und jetzt sitz ich hier und kämpfe mit der Müdigkeit. Die kurze Mittagspause ist auch gleich um. Und ich muss gestehen: Ich freue mich auf Sonntag und auch ganz viele Ruhe (er grinst breit) mit Katharina im Bett.

7.2.09 12:02


Wieder viel passiert

Zu aller Erst: Als ich dieses Buch erstand, nahm ich nicht an das es in dieser Endlosschreiberei endet, aber gut. Ich versuche erneut zusammen zu fassen, denn ich komme oft nicht zum Schreiben, da immer irgend etwas passiert. Ich bin verheiratet, hab ich das schon erwähnt?
 
Katharina holte mich in der Taverne ab und wir gingen in die Festung um uns dem Unvermeidlichen zu stellen. Es lief nicht gerade erfolgreich und eigentliche endete es in einem Desaster. Toni ist wütend auf mich und meint, sie hasst mich. Der Bruder des Statthalters war ebenfalls nicht begeistert, nur der Statthalter selbst hat wenigstens versucht es zu verstehen. Als es dann irgendwie zuviel wurde bin ich nach draußen. Wo ich Katharina weinend an Falk wieder fand. Doch kam sie gleich zu mir und sie tat mir so Leid, dass ich sie einfach in den Arm nehmen musste und versuchte für sie da zu sein. Sie sammelte ihre Sachen zusammen (Toni hat die Kleider ihrer Mutter einfach aus der Tür geworfen) und wir marschierten nachdenklich wieder zurück zur Taverne. Wir sprachen über das Geschehene und es ist uns leicht unverständlich. Sie ist nicht mit denen auf der Festung verwandt, im Grunde hat keiner das Recht irgend etwas zu sagen, außer Toni. Wobei ich hoffe, wenn Toni erstmal älter ist und mehr weiß, wird sie es hoffentlich verstehen.
 
Als wir wieder auf unserem Zimmer waren erzählte mir Katharina von ihrem Ängsten. Sie sah so verzweifelt aus, ich hörte ihr zu. Aber ich konnte einfach nicht umhin zu schmunzeln. Und schneller als man sehen konnte, waren wir im ersten Ehekrieg. Sie hatte mir ein Geburtstagsgeschenk gekauft, ein _irischer_ Gladdaghring. Ich wollte lachen, aber dann flog er schon hochkant aus dem Fenster und ich wurde ziemlich zornig. Ich weiß nicht was über mich kam, aber ich habe mir Katharina genommen und es war mir egal, ob sie wollte oder nicht. Dass das Konsequenzen haben wir, war mir bewußt. Später ging ich noch einmal hinaus und fand den Ring. Irgendwann bin ich einfach wieder ins Bett und habe meine schmollende Frau in die Arme genommen und schlief ein.

Am nächsten morgen schmollte Katharina weiter als sie zur Arbeit ging und ich traf nachmittags den Statthalter. Wir unterhielten uns und kurz darauf war der Vertrag unterschrieben und mir gehörte das Stückchen Land. Sein Bruder kam noch dazu, irgendwann auch Katharina, die wieder die Sanftmut in Person war. Versteh einer die Frauen! Sie unterhielten sich und ich musste kurz nach oben, als ich wieder kam war Götz schon weg und Gregor ging kurz darauf auf. Ich muss gestehen.. derzeitig kenne ich sympathischere Menschen als diesen Gregor. Ich hoffe ich kann den Eindruck von ihm bald revidieren... Und Katharina und ich hatten noch einen relativ ruhigen Abend. (Oh Gott.. äh.. Gott? Entschuldige, Gott!)

Am nächsten Tag (mein Geburtstag) besorgte Katharina einen Kuchen und eine Kerze, was mich wirklich sehr freute, bis sie schließlich zur Arbeit musste. (Wie sie mich genau weckte, erzähl ich besser nicht aber rrrrr) Wenig später machte ich mich auf zum Schreiner war erfolgreich: Die nächsten Tage darf ich auf Probe arbeiten und bin guter Dinge, dass ich die Arbeit bekomme. Abends hat Katharina dann ein tolles Essen von Aghata machen lassen und wir gingen noch ein wenig um den See spazieren.. (Es ist klar, dass ich gewisse Dinge auslasse?) Sie erzählte mir von ihren Ängsten in Bezug auf das Spital und ich überlegte mir etwas wie ich ihr helfen könnte.

Ich glaube Katharina und ich werden gut zurecht kommen in unserer Zukunft. Wir werden wohl viel Streiten, das gebe ich zu. Aber ab und zu spüre ich so eine.. mhm... Ach, eigentlich ist es nur Wahnsinn. Ich begehre sie so sehr und kann kaum die Finger von ihr lassen. Und ihr geht es da wohl irgendwie nicht anders. Aber dann könnte ich auch wieder die Augen verdrehen und grins. Was sie allein schon an die Decke springen lässt von Zeit zu Zeit. Ich habe keine Ahnung, aber ganz ehrlich.. die Frau macht mich wahnsinnig, mit jeder Faser!

6.2.09 08:50


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